Das Brückenjahrprojekt

 

Die Wilhelm Busch Schule beteiligt sich nun bereits seit 2007 an dem so genannten Projekt “Brückenjahr“. Manchen von Ihnen werden vielleicht schon davon gehört haben. Eventuell war Ihr Kind sogar schon mitwirkend an diesem Konzept, dessen Umsetzung Idee des Kultusministeriums ist.

Mit von der Partie ist die Kindertagesstätte “Levesterstraße“, die uns von Anfang an begleitet und seit dem Sommer 2009 verstärkend das Familienzentrum “Gronostraße“ und die Kindertagesstätte St. Thomas. Im Jahr 2015 ist die Kita St. Lucia noch hinzugekommen.

Mit unserer Arbeit versuchen wir den Schulanfängern der kommenden Jahre den Start in die Schule zu erleichtern. Deshalb arbeiten die Kindertagesstätten und die zukünftige Grundschule eng zusammen und organisieren bereits zu Kindergartenzeiten für die Kinder erste Unterrichtsprojekte, die in der Schule umgesetzt werden. So erleichtern wir den zukünftigen Schülerinnen und Schülern den Einstieg in das Schulleben und wirken eventuellen Ängsten im Vorfeld entgegen. Alle zukünftigen Lernanfänger besuchen einander vorerst in den unterschiedlichen Kindertagesstätten und lernen sich kennen, bevor sie gemeinsam zu uns in die Schule kommen und in allen ersten Klassen am Unterrichtsgeschehen teilhaben. 

Und weil uns dieser Schritt in den letzten Jahren schon gut gelungen ist, haben wir uns nun neue Ziele gesteckt: Der neue Schwerpunkt unserer Arbeit soll in der Integration der Eltern in den Bereich “Schule“ liegen. Auch sie sollen von Beginn an oder sogar schon zuvor bei uns willkommen sein, Kontakte zu uns knüpfen und sollen sich eingeladen fühlen, an unserem Schulleben teil zu haben. Wir wollen Bedingungen für einen frühen und offenen Kontakt schaffen und Berührungsängste gar nicht erst entstehen lassen. 

An diesem Punkt wollen wir in unserer Arbeit ansetzen: Wir möchten Eltern und Kinder unterschiedlicher Kulturen ansprechen und eine Annäherung durch das gemeinsame praktische Tun fördern. Um das zu erreichen, haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht: Wir möchten im Frühjahr 2010 – gemeinsam mit den Lernanfängern und ihren Familien – ein Projekt auf die Beine stellen, dessen Ergebnis sich jahrelang sehen lassen kann und deshalb lange in Erinnerung bleibt. Im praktischen Gemeinschaftserleben sollen unterschiedliche Muttersprachen keine Hürde darstellen. Deshalb planen wir, mit Eltern, Kindern, Erzieherinnen und Lehrerinnen in Form eines Bauprojekts unseren Schulhof zu verschönern. Wir werden neue ästhetische Reize  in Form einer Mosaikschlange setzen sowie den Bau einer Kräuterspirale vorantreiben, die wir später ins Unterrichtsgeschehen integrieren können. 

Unser Vorhaben bietet eine zusätzliche Chance, alle zukünftigen Lernanfänger mit ihren Eltern in ihrer künftigen Schule zusammenzuführen. Dieses Projekt ist dabei nicht nur sehr groß und aufwendig in der Organisation, sondern vereint erstmals das Engagement von Schule und drei Kindertagesstätten, die alle unterschiedlichen Trägern zugehörig sind! Mit einem schönen Fest wollen wir dann im Sommer einen hoffentlich erfolgreichen Abschluss unseres gemeinsamen Projekts feiern. Geeignet halten wir dafür ein Grillfest zur Fußballweltmeisterschaft, das sicherlich das Sinnbild der Integration gebührend unterstreicht. Damit unser Vorhaben erfolgreich starten und durchgeführt werden kann, bedarf es vieler helfender Hände. Unterstützung in der Planung und Durchführung werden wir außerdem von einem hannoverschen Künstler bekommen. Wir freuen uns auf dieses Vorhaben, an dessen Vorbereitung bereits fleißig gearbeitet wird. 

 

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Am 8. Mai 2010 konnten wir dank großzügiger Sponsoren und vieler helfenden Eltern und künftigen Schulanfängern den ersten Spatenstich für unsere zukünftige Kräutermauer tun. Über viele Stunden wurde fleißig gegraben, getragen, gesägt und gehämmert, um die Grundlagen für unseren eigentlichen Projekttag am 29. Mai vorzubereiten. Für die entstehende Kräutermauer mussten 10 Tonnen Mutterboden aufgetragen werden, um den Kräutern einen idealen Untergrund zu schaffen. Sie werden dann von einer 8 Tonnen schweren Mauer aus Natursteinen umrahmt werden. 

Auf dem Schulhof wurden Ytongsteine gesägt. Aus ihnen wurde eine Schlange geformt, die sich an unserem nächsten Treffen zu einem bunten Mosaik wandeln und den Schülerinnen und Schülern in der Zukunft sicher ein beliebter Pausentreffpunkt sein wird.

 

Seit dem 29. Mai können wir nun nach einem sonnigen und langen Arbeitstag, an dem viele engagierte Eltern und Kinder ihr Bestes gaben, auf ein wunderbares Ergebnis schauen. Und wenn Sie Lust auf mehr Bilder bekommen haben, dann sehen Sie doch mal in unsere Fotogalerie. 

 

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Unsere erfolgreiche Schulhofgestaltung des letzten Jahres wollten wir in diesem Jahr gerne erweitern und ausbauen. Am 14. Mai 2011 haben wir wieder einen schönen Gestaltungstag mit den Schulanfängern des kommenden Sommers und ihren Familien verbracht und damit das Brückenjahrprojekt für diesen Jahrgang zum Abschluss bringen können. An diesem Tag haben die Kinder tatkräftig und mit vielen Ideen tolle Fliesenmosaike erstellt, die wir am Einschulungstag feierlich einweihen werden. Sie werden unsere Sporthallenwand verschönern und darauf freuen sich schon alle.

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Außerdem haben viele fleißige und kräftige Hände Baumstämme entrindet, getrocknet und im Rasen unserer Wiese verankert, damit unsere Kinder im Sommer die Möglichkeit haben, den Unterricht mal ganz anders, nämlich in einem grünen Klassenzimmer zu verbringen.

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Wir möchten uns bei Ihnen allen für die große Hilfsbereitschaft, die wunderbaren Buffetspenden und die sehr nette Atmosphäre an diesem produktiven Tag bedanken.

Auch dieses Projekt haben wir wieder mit der Kamera verfolgt und die Bilder für Sie in die Fotogalerie gestellt - viel Spaß!