Methodentage in der Wilhelm-Busch-Schule

Das Einüben unterschiedlicher Methoden sowie von Lern-und Arbeitstechniken wird bei uns großgeschrieben. In den letzten Jahren hat das gesamte Kollegium intensive Methodenfortbildungen absolviert. Diese gewonnenen Erkenntnisse etablieren wir schrittweise im Schulalltag.

Deshalb gibt es bei uns seit dem Jahr 2011 fest eingerichtete Zeiten, in denen wir verstärkt das üben, was wir dann im schulischen Miteinander dauerhaft anwenden und umsetzen möchten: Das sind unsere Methodentage! Sie finden jedes Jahr im Frühjahr und im Herbst statt und dauern jeweils eine Schulwoche. Die Schwerpunkte dieser Tage werden vorweg von unserem Kollegium festgelegt und in den Inhalten altersgerecht auf die unterschiedlichen Jahrgangsstufen zugeschnitten.

So durchlaufen all unsere Schulkinder mehrere Trainings mit verschiedenen Inhalten und Herausforderungen.

Hier können Sie einige Beispiele sehen: 

 alt

Methodenschulung “Experimentieren“ in der Groß- und in der Kleingruppe. Vorweg steht bei dem Experiment immer eine Problemstellung, die es zu lösen gilt wie hier im Bild “Baue eine stabile und tragfähige Brücke aus einem Blatt Papier“ oder “Welcher Fallschirm (unterschiedliche Materialien) bleibt am längsten in der Luft?“ Diesem Problem begegnen die Schülerinnen und Schüler mit einer Vermutung, die sich auf einer Idee begründen soll. Im Anschluss muss bei der Durchführung genau beobachtet werden, ob richtig oder falsch vermutet wurde und ob die aufgestellte These haltbar ist oder nicht.

Zusätzlich muss für das untere Bild die Sozialform “Gruppenarbeit“ ausreichend trainiert worden sein. Denn wer gelernt hat kooperativ zu arbeiten, sieht schnell die Vorteile und kommt mit der Gruppe meist zu einem gelungenem Gemeinschaftsergebnis und -erlebnis! 

alt

 

Bereits zu Beginn der 2. Klasse üben wir einfache Präsentationsformen ein. Sie können in einer kleinen Vorstellung von Experimentierergebnissen stattfinden oder in Form einer Plakaterstellung, die nach bestimmten Kriterien verläuft. Besonders das freie Sprechen vor anderen Menschen wird immer wieder geübt, so dass durch stetige Wiederholung von mündlichen Übungssituationen in den oberen Jahrgängen sogar kriteriengeleitete Kurzvorträge gehalten werden. 

alt

 

Eine besondere Übung zur Stärkung wichtiger Fähigkeiten der Kinder ist das Einüben der so genannten “Standbildmethode“, das meist mit viel verlegenem Lachen beginnt, den Kindern aber ganz neue Einblicke in Situationen gewährt, die sie wahrnehmen, wie Konflikte, die beispielsweise in Geschichten oder in Filmen dargestellt werden. Das Augenmerk wird dabei auf eine bestimmte Szene aus dem Film oder einen bedeutungstragenden Satz aus dem Buch gerichtet. Die Kinder versuchen dieses als “eingefrorenen Moment“ im Sinne von Statuen darzustellen. Das ist schwerer als es klingt und verlangt viel von den Kindern. Mit viel Spaß und Spiel können solche “Standbilder“ eingeübt werden, wie hier in unserem Workshop “Gefühle sichtbar machen“.

alt

 

Solche Dinge und viele mehr versuchen wir den Kindern nahe zu bringen, alle mit dem Ziel das Lernen lieben zu lernen, das Schöne an der Gemeinschaft zu sehen und gemeinsam zu Struktur, Kommunikation und Bildung zu gelangen.